Isolierende selbstklebende Fensterfolie zur linken, daneben in Vorbereitung

Selbstklebende Fensterfolie anbringen

Probleme mit der Sonnenschutzfolie trotz Zuschnitt

Es gibt viele verschiedene Arten von Fensterfolien. Meistens sollen diese entweder die Sonnenwärme reflektieren, im Winter die Wärme in der Wohnung halten oder die Sicht blockieren. Demnach sollen in der eigenen Wohnung zur Südseite eine Spiegelfolie und zur Nordseite mehrere Isolierfolien angebracht werden. Es sind keine anhaftenden, sondern selbstklebende Fensterfolien. Die Klebeseite ist schnell ruiniert und soll deswegen zügig auf die Scheibe aufgetragen werden. Die selbstklebende Fensterfolie soll zuerst auf einer Transfer-Flüssigkeit schwimmen, eingepasst werden und dann nach einem Rausdrücken der Transfer-Flüssigkeit antrocknen. Trotz Zuschnitt gab es Probleme: Die Sonnenschutzfolie war zu lang, die Isolierfolie verklebte bei der Arbeit. Und doch konnte alles gerettet werden. Hier die Vorgehensweise als Anregung für alle, die eine selbstklebende Fensterfolie an der Scheibe anbringen möchten.

Weitere Artikelabschnitte:

  • Fensterfolie anbringen – nicht ganz einfach
  • Selbstklebende Fensterfolie zu lang
  • Selbstklebende Isolierfolie verklebt
  • Schadstelle der selbstklebenden Isolierfolie
  • Nachbearbeitung der Fensterfolien im praktischen Alltag
  • Selbstklebende Spiegelfolie – keine Einmann-Aktion
  • Katzenhaare unter der selbstklebenden Fensterfolie
  • Selbstklebende Fensterfolie – oder selbsthaftende?
  • Erste Fensterfolien angebracht – Fazit

Der ganze Ratgeber zur Gebäudekühlung auf einen Blick:

Ratgeber zur Gebäudekühlung – Übersicht

Fensterfolie anbringen – nicht ganz einfach

Im praktischen Alltag ist alles anders, als vorab in der Bedienanleitung erklärt wird. Velken Folientechnik empfiehlt ab Folienmaßen über einen Meter zu zweit zu arbeiten. Beim Auseinanderziehen der Fensterfolie kann einer diese festhalten und der andere die Schutzfolie runter ziehen. Wer nur außergewöhnliche Naturtalente kennt oder in Reichweite hat, arbeitet lieber alleine.

Die selbstklebende Spiegelfolie* hat die Höhe von ca. 173,9 cm und eine Breite von ca. 65,3 cm. Die Schutzfolie muss gegen einen Widerstand runtergezogen werden sowie die Arbeits- und Bewegungsfläche fehlten. Also wurde die statische Schutzfolie nur rund 50 cm runtergezogen, um mit der selbstklebenden Spiegelfolie durch den Wohnbereich raus auf den Balkon zu laufen. Die Fensterscheibe und die freie Klebefläche wurden bereits vorher mit Transfer-Flüssigkeit eingesprüht.

Die freie Klebefläche wird auf das Fenster eingepasst. Nun kann von Außen mit einer Hand aufgedrückt werden, um mit der anderen Hand die Schutzfolie links, dann rechts runterzuziehen. Klebt die selbstklebende Spiegelfolie stellenweise an, kann sie wieder abgezogen werden, um die unbehandelten Bereiche mit Transfer-Flüssigkeit zu besprühen. Wenn die Fensterfolie glatt anliegt, wird mit dem Montagerakel von der Mitte nach oben und dann von der Mittellinie zu den Seiten die Feuchtigkeit kräftig rausgedrückt. Dieser Arbeitsschritt soll zwei bis dreimal wiederholt werden.

Fenster einsprühen, Fensterfolie auflegen, einpassen und dann festdrücken
Fensterfolie anbringen – Fenster einsprühen, auflegen und dann andrücken!

Selbstklebende Fensterfolie zu lang

Das erste Anbringen hat soweit gut geklappt, doch leider wurde die selbstklebende Spiegelfolie zu lang bestellt und stand unten über. Das Stück klebte zuerst auf der Scheibe, löste sich jedoch einige cm wieder ab. Also wurde wenige Stunden später das Stück noch einmal mithilfe einer Pinzette etwas von der Scheibe abgezogen, um mit einer sehr scharfen Schere möglichst gerade entlangzuschneiden. Mit etwas Transfer-Flüssigkeit wurde das Stück wieder angelegt und erneut mit dem Montagerakel angedrückt.

Nun liegt die leicht vermackelte selbstklebende Spiegelfolie fast glatt an. Die Fenster werden mit Fensterkitt in die Holzrahmen eingefasst. Anscheinend ist die freie Fensterfläche mal wenige mm schmaler. Die selbstklebende Spiegelfolie liegt wohl stellenweise minimal auf dem Fensterkitt auf.

Besser wäre es gewesen, auf mehreren Höhen Maß mit dem Maßband* zu nehmen. Eine gerade und glatt anliegende Folienkante ist nicht nur schöner, sondern wird länger halten.

Regenwasser fließt bekannter Weise nach unten. Demnach wäre es besser, die Oberkante zu vermackeln? Möglicherweise, doch die Unterkante kann besser zur Innenseite durch Möbel oder Zimmerpflanzen kaschiert werden. Außerdem soll die selbstklebende Spiegelfolie mit Silikon eingefasst werden, womit hoffentlich nichts mehr zu sehen oder befürchten ist.

Fensterfolie kürzen – abziehen, abschneiden, einsprühen und wieder drankleben
Fensterfolie zu lang? Mit Pinzette abziehen, kürzen und mit Transfer Flüssigkeit neu anbringen!

Selbstklebende Isolierfolie verklebt

Mit der selbstklebenden Isolierfolie war die Vorgehensweise leicht anders. Die Höhe beträgt ca. 136,5 cm, die Breite ca. 102,8 cm. Diese Fensterfolie war also deutlich breiter, aber weniger hoch. Die Ecke der Schutzfolie war bereits gelöst, die Transfer-Flüssigkeit wurde auf die Scheibe aufgetragen. Dann soll die statische Schutzfolie gegen den Widerstand mit nur zwei Händen abgezogen werden. Dabei klebte die selbstklebende Isolierfolie* an einer kleinen Stelle mit beiden Klebeseiten zusammen. Die mehrschichtige Fensterfolie konnte nur mit Kraftaufwand auseinander gezogen werden und nahm an einer kleinen Stelle Schaden.

Bei dem nächsten Fenster wird die Schutzfolie nur ein Stück weit runtergezogen, um das freie Stück einzusprühen und auf die Fensterscheibe zu legen. Dann wird wie beim Erstversuch die Schutzfolie nachträglich runtergezogen, um die Transfer-Flüssigkeit vor dem Anlegen auf die Klebeseite zu sprühen. Doch leider war die Transfer-Flüssigkeit wohl knapp, weswegen die selbstklebende Isolierfolie nicht auf dem Fenster schwamm, sich damit auch nicht verrücken ließ. Also wurde die untere Hälfte abgezogen. Auf das Fenster und auf die Klebeseite der Isolierfolie wurde reichlich Transfer-Flüssigkeit aufgetragen. Das wurde mit der oberen Hälfte wiederholt.

Die Fensterfolie muss richtig auf dem Fenster schwimmen, um sich perfekt einpassen zu lassen. Erst dann darf mit dem Montagerakel die Flüssigkeit rausgedrückt werden. Die nicht mehr schwimmende Fensterfolie wird sich nicht mehr verrücken lassen und klebt fest.

Schadstelle der selbstklebenden Isolierfolie

Beim Antrocknen der ersten Isolierfolie wird die Schadstelle mit wenigen cm² mehrfach schwarz und dann wieder transparent. Vermutlich geht das nach dem Antrocknen weg, möglicherweise liegt die Ursache auch beim einfallenden Sonnenlicht.

Zumindest wurde die mehrschichtige Fensterfolie beim Auseinanderziehen beansprucht und hat auf einer knapp handgroßen Stelle einen anderen optischen Effekt. Würde die Sonne direkt auf eine größere Schadstelle einfallen, könnte es temperaturbedingte thermische Spannungen geben. Die Scheibe könnte im schlimmsten Fall platzen, die Folie käme besser in den Müll. In dieser Situation scheint nur schwache Abendsonne auf die Fenster. Die Isolierfolie soll im Winter die Wärme drinnen halten und den Taupunkt der Fenster senken, damit sich kein Kondenswasser bilden. Damit bleibt die selbstklebende Isolierfolie in dieser Ausgangssituation an der Scheibe.

Kleiner Folienschaden an der Isolierfolie – vor dem Verkleben schon verklebt
Bei der Anbringung kurz verklebt – Isolierfolie mit Folienschaden

Nachbearbeitung der Fensterfolien im praktischen Alltag

Mit einer LED-Lampe wurden die Kanten aller Fensterfolien nach dem Verkleben mehrfach geprüft. Dabei sah das Küchenfenster zuerst gut aus. Doch auf einem kleinen Sockel stehend sah ein Stück der Oberkante mangelhaft aus. Auf einer Länge von 10 cm hob sich die Kante auf einer Breite von 5 mm ab. Wieso? Die selbstklebende Isolierfolie stieß auf die Fensterdichtung, die beim Rausdrücken der Feuchtigkeit möglicherweise etwas fortgedrückt wurde.

Über Nacht stieß diese Fensterdichtung gegen die Fensterfolie und hob sie minimal ab. Zum Glück konnte alles angedrückt werden und hielt dann auch. Besser ist es, wenn die selbstklebende Fensterfolie nach dem Einpassen zu jeder Kantenstelle wenigstens 0,5 mm Luft hat.

Bei der Schadstelle der zuerst verklebten Isolierfolie hob sich eine kleine Stelle der Unterkante ab. Hier war es ein Leichtes, einen schweren Gegenstand auf den Fenstermamor zu stellen, der wiederum gegen den Montagerakel drückte. Dieser drückte dann über zwei Tage die Schadstelle auf die Fensterscheibe.

Die nächste Isolierfolie war eigentlich fertig verlegt. Mit dem Montagerakel wurde die Transfer-Flüssigkeit bereits rausgedrückt. Dennoch blieb an einer Stelle eine kleine Welle zurück. Also wurde hier intensiv in mehrere Richtungen zur Außenkante gedrückt, womit auch diese Isolierfolie glatt anhaftet.

Wichtig bleibt jedoch, mehrfach mit der LED-Lampe* aus nächster Nähe zu prüfen, dass wirklich jeder mm der Kante glatt anhaftet. Ansonsten soll nur das mangelhafte Stück nachbearbeitet werden, der Rest jedoch nicht. Gelingt die Nachbearbeitung nicht, soll diese Stelle selbst bei einer vorsichtigen Reinigung mit einem feuchten Tuch ausgelassen werden.

Selbstklebende Spiegelfolie – keine Einmann-Aktion

Im eigenen Fallbeispiel mangelte es an einer genügend fähigen Hilfskraft. Velken Folientechnik erklärt, dass bis zu Maßen von einem Meter alles im Alleingang gut klappen kann. Die Spiegelfolie war schmaler, aber länger, doch die Isolierfolie für den Nebenraum war breit und lang.

Selbst für die schmale Spiegelfolie wäre eine fähige Hilfskraft sehr sinnvoll gewesen. Die statische Folie wurde nur ein Stück runtergezogen und auf die Fensterscheibe gelegt. Perfekt wäre es gewesen, wenn die Hilfskraft oben auf diese Spiegelfolie drückt. Der eigentliche Monteur zieht vorsichtig die statische Schutzfolie nach unten und sprüht dabei bereits die Transfer-Flüssigkeit unter die freie Spiegelfolie.

Bei einer Breite von über einem Meter wird es alleine sehr schwierig. Mit einer Hand wird oben auf die Fensterfolie gedrückt, um mit der anderen mal links, mal rechts an der statischen Schutzfolie zu ziehen. Die Transfer-Flüssigkeit auf der Fensterscheibe reicht nicht, die Sonnenschutzfolie pappt direkt fest an. Sie muss also nach dem Entfernen der statischen Schutzfolie wieder von der Fensterscheibe abgezogen werden. Die Fensterfolie darf beim Abziehen nicht komplett runterkommen, während Transfer-Flüssigkeit auf die freie Fläche gesprüht wird.

Außerdem muss schnell gearbeitet werden, damit die Fensterfolie am Schwimmen bleibt. Sonst pappt sie doch schon fest und muss auch oben wieder gelöst und neu befeuchtet werden. Das alles ist gar nicht so einfach. Wenn dann mal etwas nicht passt, ist die teure Spiegelfolie oder Isolierfolie umsoschneller komplett ruiniert. Deswegen wird hier ein Arbeiten zu zweit oder sogar zu dritt empfohlen, solange es die Raumverhältnisse zulassen!

Gelöste Schutzfolie abziehen – Klebeseite reichlich einsprühen
Die Schutzfolie wurde gelöst und etwas abgezogen, die Klebeseite eingesprüht

Katzenhaare unter der selbstklebenden Fensterfolie

Selbstklebende Fensterfolie anbringen: Erst die Wohnung oder den Außenraum gründlich entstauben und reinigen, dann die Fenster noch gründlicher putzen! Trotz dieser Strategie befinden sich hinter den verklebten Fensterfolien einige wenige Katzenhaare. Ansonsten wären es vermutlich einige mehr.

Die kleinen Katzenhaare der haarigen Katze werden die Funktion der selbstklebenden Fensterfolie kaum beeinträchtigen. Auch sind diese kleinen Katzenhaare nur aus direkter Nähe zu sehen. Dennoch ist jeder Partikel beim Verkleben einer Fensterfolie zu vermeiden. Würde während der Arbeit etwas aufwirbeln oder die Fensterfolie würde ohne statische Schutzfolie einen langen Augenblick liegen, wäre sie mit Pech ruiniert.

Gerade Fusseln oder auch Federn und Haare lassen sich nicht von der Klebeseite der Fensterfolie abziehen. Was einmal darauf weht, bleibt dort. Deswegen ist die Schutzfolie statisch, damit Staubpartikel direkt entschärft werden.

Es ist so, als wäre es besser, zuerst nur ein Stück der statischen Schutzfolie runterzuziehen und den Rest, wenn das freie Stück bereits auf der Fensterscheibe schwimmt. Der Luftkontakt der Klebeseite ist viel kürzer, Schwebstoffe haben weniger Möglichkeiten, um anzuhaften. Die erste Fensterfolie wurde so angebracht und hat nur im oberen Bereich wenige Katzenhaare.

Selbstklebende Fensterfolie – oder selbsthaftende?

Die selbstklebende Fensterfolie ist nur eine Möglichkeit der Anbringung. Es gibt auch selbsthaftende Folien. Hier wäre aber genau zu prüfen, ob damit nicht doch die selbstklebende Variante gemeint ist. Zumindest hat Velken Folientechnik in einer Supportantwort eine abnehmbare Fensterfolie erwähnt. Diese haftet direkt auf der Scheibe, kann aber wieder abgenommen und damit mehrfach verwendet werden.

Zur anhaftenden Fensterfolie liegen keine Erfahrungswerte vor. Solange diese Folie nicht zerknittert, sollte sie glatt bleiben. Wäre sie etwas zu lang, kann sie also abgenommen und dann mit geraderem Schnitt korrigiert werden. Würde etwas sehr störend unter die Folie gelangen, kann diese abgenommen und gereinigt werden. Dieses gelang auch bei einer selbstklebenden Fensterfolie, bei der ein Schmutzteil während des Verklebens entdeckt wurde.

Eine selbstklebende Fensterfolie* kann bei sachgemäßer Anbringung hoffentlich über 10 Jahre halten. Eine selbsthaftende Fensterfolie, die jedes Jahr abgenommen und später wieder angebracht wird, ist bei falscher Lagerung schon im nächsten Jahr unschön. Solch eine selbsthaftende Fensterfolie könnte bei einem Umzug jedoch abgenommen und dann mitgenommen werden.

Die selbstklebende Fensterfolie wird auch im Winter etwas Licht schlucken
Frisch angebrachte selbstklebende Fensterfolie – schluckt etwas Licht

Erste Fensterfolien angebracht – Fazit

Letztendlich bietet Velken Folientechnik eine große Auswahl an Funktionsfolien für die Fenster, nicht jede Fensterfolie kann hier getestet werden. Die „Sonnenschutzfolie, silber dunkel verspiegelt“ und die „Isolierfolie, silber verspiegelt“ kleben zumindest auf den Fensterscheiben und scheinen das Raumklima bislang zu verbessern.

Wichtig bleibt, zuerst seine eigene Wohnsituation zu ergründen. Eine Sonnenschutzfolie wird zur Nordseite wenig bringen, eine falsch angebrachte Innenfolie kann zu Glasbruch führen.

Deswegen ist es sehr wichtig, sich bereits vor einem Kauf zu informieren und genau zu prüfen, wo das Verbesserungspotenzial liegt. Genau dann kann man nach getaner Arbeit auch zufrieden sein. Wenn die Unkosten sich nicht allein mit einem besseren Raumklima, sondern auch geringeren Energiekosten einspielen, zahlt sich die anfängliche Mühe spürbar aus.

Der ganze Ratgeber zur Gebäudekühlung auf einen Blick:

Ratgeber zur Gebäudekühlung – Übersicht

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